Historie der (Smart)phones

Die im Jahre 2001 vorgestellten Mobiltelefone verfügten neben der Möglichkeit zu telefonieren und Textnachrichten über die Nummerntasten zu schreiben, lediglich über wenige Tools und eingeschränkte Kommunikations-Features. Nokia stellte auf der CeBIT 2001 in Hannover folgende Geräte vor:

Nokia 6310
8310Über GPRS war Zugriff auf WAP-Dienste möglich. Das integrierte Bluetooth-Modul verband das Mobiltelefon mit anderen Bluetooth-fähigen Geräten. Das für damalige Verhältnisse leistungsfähige 6310 war v.a. für Geschäftskunden gedacht, die ihr Mobiltelefon sowohl privat als auch im Beruf benötigen und deshalb sowohl zuverlässige Kommunikationswege als auch benutzerfreundlche Lösungen verlangten. Es war ab dem 4. Quartal 2001 erhältlich. Als Nachfolger des 6210 war es ein weiteres Produkt aus der damals sehr erfolgreichen „Klassik“-Serie. Durch SyncML wurden neue Maßstäbe bei der Verwaltung persönlicher Daten gesetzt. Sowohl Kalender, als auch Adressbuch und Aufgabenliste liessen sich über WAP-Verbindung auch unterwegs ständig mit dem eigenen Arbeitsplatz synchronisieren. Am Arbeitsplatz selber konnte dies über ein Kabel oder Bluetooth erfolgen. Für den Aufenthalt im Ausland war ein Währungsumrechner vorhanden. Es wor 111 Gramm bei den Maßen 128 mal 47 mal 199 mm. Die Sprechzeit des 1100 mAH Li-Polymer-Akkus betrug 3 Stunden bei einer Verfügbarkeit von bis zu 20 Tagen.

Nokia 8310 (Abbildung rechts)
Das extravagante 8310 bestach durch sein für damalige Verhältnisse provokantes und formschönes Design und war das erste Handy von Nokia mit GPRS. Es wurde im 3.Quartal 2001 in die Läden angeboten. Es richtet sich an Kunden, die Wert auf eine individuelle Note, aber auch auf die neueste Technik legten. Die dreidimensionale Oberflächengestaltung und die transparenten Designelemente verliehen dem Mobiltelefon eine einzigartige Ästhetik. Die weiße Hintergrundbeleuchtung rundete das Design ab. Das Nokia 8310 verfügte über ein integriertes UKW-Radio und eine portable Freisprecheinrichtung mit zwei Kopfhörern, die sich sowohl zum Telefonieren als auch zum Radio hören eignete. Auch während des Radiohörens konnten Anrufe entgegengenommen oder SMS geschrieben werden. Das damals neue GPRS (General Packet Radio Service) ermöglichte eine „Always-On“-Verbindung und so schnelleren Zugriff auf Internetdienste oder E-Mail-Funktionen. Der entscheidende Vorteil gegenüber bisherigem WAP oder HSCSD, dass das 8310 im übrigen für die Übertragung größerer Datenmengen auch unterstützte, liegt darin, dass die Gebühren nicht mehr zeitabhängig waren. Der Preis richtete sich nach der gesendeten oder empfangenen Datenmenge. Mit WAP 1.2.1 konnten WAP-Dienste abonniert werden und sich Cookies auf dem Handy speichern lassen. Die Sprechzeit lag bei 4 Stunden bei einer Standby-Zeit von 400 Stunden bei ausgeschaltetem bzw. 20 Stunden bei eingeschaltetem Radio. Mit den Maßen 97 mal 43 mm und einem Gewicht von 84Gramm war das 8310 in neun Farben erhältlich.

Nokia 3330
Als Nachfolgermodell des Nokia 3310 wurde das 3330 präsentiert. Die Produktreihe „Expression“, zu der ab dem 2. Quartal 2001 auch das 3330 gehörte, richtete sich insbesondere an die jüngste „mobile“ Generation, die ihr Handy eigentlich nur nebensächlich zum telefonieren benutzte. Das Nokia 3330 stellte das erste WAP-fähige Handy dieser Produktreihe dar. Ein neues Flipper-Spiel, animierte Bildschirmschoner sowie die Möglichkeit, neue Spiellevel für Snake II von den Club-Nokia Wap-Seiten auf das Handy herunterzuladen, trugen dem Rechnung. Die breite Palette der Messaging-Funktionen umfasste die Chatfunktion im Handy sowie die einfache und schnelle Eingabe von Chat-Mitteilungen und SMS. Eine Verkettung von Kurzmitteilungen bis zu maximal 459 Zeichen war möglich. Das Dualbandhandy war 133 Gramm schwer und hatte bei einer Sprechzeit von bis zu 4,5 Stunden eine Standby-Zeit von 260 Stunden bei Einsatz des Standard-NiMH-Akkus.

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